Standortübergreifendes RELAG®-World

Die Wilhelm Layher GmbH & Co KG ist der weltweit führende deutsche Hersteller von Systemgerüsten, Schutz- und Event-Systemen, Fahrgerüsten sowie Leitern und gilt als Weltmarktführer in ihrer Branche. Bereits seit über 15 Jahren verbindet Layher und die SEP Logistik AG eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Layher produziert ausschließlich in Deutsch-land in der Region Zabergäu – dort betreibt das Familienunternehmen in unmittelbarer Nähe drei Werke. Der innerbetriebliche Warentransport zwischen den Standorten erfolgt mittels Trailer und Sattelaufliegern. Diese werksübergreifenden Transporte wurden im Rahmen des Projekts RELAG®-World in einem durchgängigen, einheitlichen System zusammengeführt und zentral gesteuert.

Interview mit Patrick Reiner, Leiter Logistik bei Layher

Wie kam es ursprünglich zu der Idee, drei Standorte über ein zentrales, übergreifendes RELAG®-System zu steuern?

Bisher haben wir das RELAG®-Staplerleitsystem mit RTLS inkl. Versandsteuerung am ersten Standort genutzt und anschließend auf zwei weitere Standorte erweitert. Durch den Bau des Werkes 3 ergab sich die Situation, dass der werkübergreifende Warenverkehr deutlich komplexer wurde.

Was waren die zentralen Funktionen und Ziele? Was wurde konkret im Projekt umgesetzt?

Wir wollten die Steuerung des werkübergreifenden Warenverkehrs optimieren und die Steuerung des werkinternen Warenverkehrs zwischen den verschiedenen Abteilungen verbessern.

Dies sollte über eine intelligente Shuttleverwaltung dargestellt werden. Zusätzlich wurde mit dem System eine neue Schnittstelle zur Buchung der Warenbewegungen geschaffen. Zentrales Ziel war die Reduzierung bzw. Abschaffung der individuellen Kommunikation hin zur zentralen Steuerung über RELAG®.

Ein weiteres Ziel war die Schaffung von Transparenz über Aufträge und Relationen, sowie eine Auswertbarkeit der Prozesse.

 

Herr Reiner, was waren aus Ihrer Sicht die größten fachlichen oder technischen Herausforderungen während der Projektlaufzeit und wie wurden diese gelöst?

Die größten Herausforderungen waren die schwer abzuschätzenden Aufwände, da dies eine neue Funktionsumgebung war. Ein transparentes und dynamisches Projektmanagement war hierfür die Lösung.

Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit SEP Logistik AG während der Umstellungsphase erlebt, und welche Meilensteine waren besonders prägend?

Die Zusammenarbeit war stets kollegial und lösungsorientiert. Die intensive Abstimmung in der Go Live Phase war prägend und von Erfolg gekrönt, da kurzfristig auftretende Herausforderungen schnell gelöst werden konnten.

 

Gab es während des Projekts besondere Hürden oder Überraschungen, aus denen Sie heute wichtige Erkenntnisse ziehen?

Da das System ein komplett neues Aufgabenfeld adressiert, war der Entwicklungs- und Abstimmungsaufwand schwer abzuschätzen.

Es gab zudem für einige Anforderungen unterschiedliche Lösungsansätze. Eine realistischere Zeitplanung im Projekt ist für zukünftige Projekte eine wichtige Erkenntnis. In manchen Bereichen wurde im Projekt von SEP, gemeinsam mit uns, teilweise mit zu optimistischen Zeiträumen gerechnet.

Welche konkreten Verbesserungen zeigen sich heute im Tagesgeschäft – insbesondere in Transparenz, Steuerbarkeit und dem Werksverkehr allgemein?

Die individuelle Kommunikation per Telefon oder Zuruf zu Shuttlebewegungen haben sich auf ein absolutes Minimum reduziert.

Der komplette Shuttleverkehr ist im System abgebildet. Auftragsrelationen und Bedarfe können nun sekundengenau ausgewertet werden.

Bildquellen aller Bilder:
Wilhelm Layher GmbH & Co KG